= eBooks, Bücher, Literatur und mehr

iphone, ipad und enhanced ebooks

Gerade legt sich ein bißchen der Sturm um das neue Apple ipad – die besten Analysen, was das für Amazon, die Verlage und den Leser bedeuten kann, habe ich für mich bei lesen.net und teleread gefunden – da wird die Sicht wieder klarer für das hier und jetzt:

Klar ist,  dass spätestens mit dem ipad und der Kooperation von Apple mit fünf großen Buchverlagen, die Stunde der enhanced ebooks schlägt.

Gemeint sind Bücher, die nicht nur 1:1 Versionen ihrer gedruckten Vorbilder sind, sondern die Möglichkeiten des neuen Mediums “umarmen”, also nicht nur alibi-mäßig ein paar Links ins Netz vorweisen können, wie hier in diesem netten Artikel über Penguin beschrieben.  So will z.B. HarperCollins für das ipad schon eBooks mit Social Networking Funktionen und Videos in petto haben.

Das war mobil bisher nur auf dem vergleichsweise winzigen Display des iphones bzw. ipod touch möglich. Und auch wenn es im Kindle Store auch bald Apps geben wird – an die Möglichkeiten, die ein App-Entwickler für iphone bzw. ipad hat, kommt der Kindle einfach nicht ran:  So haben ipad und iphone z.B. touchscreen, Audio- und Video-Funktion und Bewegungssensor, das iphone darüber hinaus noch GPS und Kamera.

Bisher gab es die Möglichkeit von enhanced ebooks also durchaus schon – eben als iphone App. Auf dem ipad wird dann (hoffentlich) noch alles schöner, größer und v.a. multimedialer.

Die deutschen Verlage lassen sich aber noch ziemlich lumpen, was die Multimedialität ihrer eBooks bzw. eBook-Apps angeht:

So hat Random House beispielsweise nur reine 1:1 eBook-Apps im Programm, ebenso wie S. Fischer, Lübbe oder Carlsen. Insgesamt sind 96% der Apps deutscher Buchverlage nicht interaktiv.

Ein wenig intensiver auseinandergesetzt mit dem Thema “Was kann dieses iphone eigentlich” haben sich z.B. PONS mit den audiounterstützten Sprachführern, die auch ein paar Quizzes enthalten,  Cornelsen mit einem Sprachlernkrimi, in dem man zum Hörbuch umschalten und interaktive Tests durchführen kann, oder Droemer Knaur mit einer Kochrezepte-App, die immerhin GPS nutzt und den Nutzer Lieblingslisten erstellen lässt.

Kein deutscher Verlag aber nutzt den Bewegungssensor, auch Videos habe ich keine gesehen.

Fazit: Es wird noch überhaupt nicht für das neue Medium produziert, sondern nur alter Wein in neuen Schläuchen serviert. Ich bin gespannt, ob sich das mit dem iBook Store in Deutschland ändern wird.

P.S.: Was international zum Thema “enhanced ebook” geboten wird, recherchiere ich gerade …

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1 Kommentar

  1. 4. April 2010    

    Ganz nebenbei, apple bekommt evtl. Schwierigkeiten wegen den Namen ipad.
    pad bedeutet eigentlich Schreibblock, was auch passt.

    Aber es gibt noch eine zweite Bedeutung und zwar Tampon oder Damenbinde.

    Und nein, das ist KEIN Aprilscherz!
    Hier der Link zu meiner Info: http://www.sueddeutsche.de/computer/441/501694/text/

    Und Fujitsu stellt einen Antrag auf Namensschutz.

    Also apple wird da noch ganz schön viel Ärger bekommen…

    Onassis

1 Trackback

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