Selfpublishing wird eines DER Themen in 2010 für die Verlagsbranche sein.

Selfpublishing is the new blogging – prophezeite Zeldman schon 2008

Deswegen gibt es auf if-blog.eu ab heute in loser Reihenfolge ein was-bisher-geschah, die neuesten Updates zum Thema Selfpublishing sowie hin und wieder Analysen zum Thema.

Eine gute – wenn auch natürlich nicht vollständige Übersicht, es fehlen z.B. Scribd, quillp.de – über alle Selfpublishing Plattformen gibt es übrigens hier beim Schreiber-Mag.

Meine erste Ausführung heute geht über den US-amerikanischen-Selfpublishing-Markt, anlässlich der Meldung, dass Lulu.com beim IPO mit 50 Mio. $ bewertet wurde. Das allein zeigt schon, in welchen Dimensionen wir uns befinden und dass Verlage sich zunehmend für dieses Phänomen interessieren (müssen).

Die zwei Platzhirsche in den USA sind Lulu.com und scribd.com – obwohl smashwords, das von Sony gekauft wurde und webook.de, blurb, fastpencil.com auch eine Rolle spielen (wollen).

Scribd – die größte Social Publishing Plattform in den USA.

Gestartet 2007 als reine Selfpublishing-Plattform, ist Scribd heute eine Plattform, auf der neben unlektorierten Werken auch professonielle eBooks von bekannten Autoren (und Verlagen) vertrieben werden.
Scribd verzeichnet 2009 rund 60 Mio. Nutzer pro Monat (!) und ist damit lt. Alexa auf Rang 308 aller amerikanischen Websites – das bedeutet auch, dass Scribd ca. doppelt so viele Nutzer wie Barnes & Noble.com verzeichnet. Irre, oder?

Scribd konnte deswegen allein schon wegen der Masse an Nutzern, die täglich auf die Website kommen mittlerweile mehrere Verlage davon überzeugen, ihre eBooks über die Plattform zu vertreiben. So sind z.B. R. Wiley, Simon & Schuster und Lonely Planet schon dazu übergegangen, ihre eBooks auf scribd.com anzubieten. Auch deswegen, weil auch scribd (wie schon myspace, youtube etc. vor ihnen) mit Piraterie und illegalen Uploads zu kämpfen hatte.

Den größten Wirbel erzeugen aber Autoren, die trotz Erfolg und Bestsellerlisten-Platzierungen mit ihren Büchern bei renommierten Verlagen eben diesen den Rücken kehren und exklusiv bei Scribd veröffentlichen.

So geschehen bei Kemble Scott, dessen erstes Buch bei Random House/Doubleday erschien und bis auf die vorderen Plätze der Bestsellerliste des San Francisco Chronicle gelangte. Dem Autor waren die 20-25% Marge beim eBook einfach zu wenig. Und er rechnet vor: Selbst wenn er bei Scribd.com für sein eBook nur 2 $ verlangt, erhält er noch mehr Tantiemen als bei einem verkauften Exemplar des Buches von Doubleday.

Daher veröffentlichte er sein zweites Buch „The Sower“ exklusiv als eBook bei Scribd. So profitieren Leser und Autor, nur der Verlag schaut in die Röhre…

Weiter geht es morgen mit Lulu.com und die nächsten Wochen mit

China (qidian.com)
Italien (editorebruni.it)
Und (wenn ich es bald mal schaffe, meine jap. Freundin auszufragen) Japan

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3 comments to “Selfpublishing is the new blogging (1)”

  1. gold account sagt:

    Scribd konnte deswegen allein schon wegen der Masse an Nutzern, die täglich auf die Website kommen mittlerweile mehrere Verlage davon überzeugen, ihre eBooks über die Plattform zu vertreiben. So sind z.B. R. Wiley, Simon & Schuster und Lonely Planet schon dazu übergegangen, ihre eBooks auf scribd.com anzubieten. Auch deswegen, weil auch scribd (wie schon myspace, youtube etc. vor ihnen) mit Piraterie und illegalen Uploads zu kämpfen hatte.

  2. Dokumentenplattformen haben vor allem mit dem amerikanischen Anbieter Scribd einen Aufschwung erlebt und sind heute feste Größen im Web. Dabei ist der Übergang zu anderen Sharing-Plattformen wie Issuu für Magazine oder auch Filestoring-Diensten wie Box.net fließend. Im Gegensatz zu Selfpublishern bieten die Dokumenten-Plattformen allerdings keine Printversionen und auch keinen Vertrieb über den klassischen Handel an. Vorgestellt werden in diesem Beitrag die Anbieter Docstoc, Doktus, DoXtop, PEO, Txtr, Scribd und XinXii.

  3. neobooks zeichnet sich in unseren Augen vor allem durch die professionelle Art und die hohe Präsenz in allen Medien aus, egal ob unter Facebook, Twitter, auf Buchmessen oder in entsprechenden Zeitschriften. Das Konzept der Seite, sowohl Self-Publishing, als auch den Wettbewerb für neue Autoren zu betreiben, spricht an – sowohl Autoren, als auch Leser. Dazu gibt es neben den Lesermeinungen der Community-Mitglieder auch die Aussicht auf das professionelle Feedback der Lektoren selbst, was zusätzlichen Anreiz bietet.

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